Die Linke.SDS Köln

Wahlkampfmaterialien 2012

Dienstag 11. Dezember 2012 von GESICHT

Wir stellen den Text unseres Wahlkampfflyers und unsere Materialien für Euch online zur Verfügung.

Wir sind...

politisch. Die Uni ist keine Insel und Studierende sind ein Teil dieser Gesellschaft. Die Rahmenbedingungen der Uni werden durch Landesgesetze bestimmt. Wer ernsthafte Verbesserungen der Studienbedingungen will, kann sich daher nicht nur auf "Serviceleistungen" vor Ort beschränken. Deswegen lehnen wir die Trennung von Hochschul- und Allgemeinpolitik ab.

antikapitalistisch. Momentan sind die Universitäten dem Gesetz der Profitmaximierung unterworfen und betroffen von der Kürzungspolitik, welche die Folgen der Krise vom Kapital auf die Bevölkerung abwälzen soll. Der Einsatz für bessere Bildung ist daher notwendig kapitalismuskritisch.

Teil der Bewegung. Wer Veränderungen will, darf nicht auf Stellvertreterpolitik vertrauen, sondern muss selbst aktiv werden. In diesen Zeiten der Krise sind Massenbewegungen die Antwort auf die Politik der Herrschenden. Der SDS schmiedet linke Bündnisse und ist bei sozialen Bewegungen dabei, vom Bildungsstreik über "Umfairteilen" und Antifa-Demos bis zu Blockupy.

bundesweit organisiert. Die Linke.SDS gibt es an etwa 50 Hochschulen im ganzen Bundesgebiet. Anfang Dezember veranstalteten wir an der Uni Köln den Kongress "Kapitalismus vs Demokratie" mit über 1000 Teilnehmern - solche großen Aktionen wären ohne die bundesweite Vernetzung nicht möglich.

im AStA und anderen Gremien aktiv. Natürlich setzen wir uns auch vor Ort in den universitären Gremien für punktuelle Verbesserungen ein. Im AStA arbeiten wir mit campus:grün und der JuSo HSG zusammen und stellen mit Philipp Schubert den ersten Vorsitzenden. Um der Unileitung mehr studentischen Druck entgegenzusetzen, kandidieren wir auch für Senat und Engere Fakultäten. Wie die universitären Gremien funktionieren, könnt ihr der Wahlzeitung entnehmen!

Wir setzen uns ein für... ... ein Studium, das Freude macht statt Stress! Im Zuge des Bologna-Prozesses wurden die Studienbedingungen stark verschlechtert. Die viel zu hohe Prüfungslast, Anwesenheitspflichten, Maluspunkte und Modularisierung des Studiums verhindern ein produktives, kritisches Studium. Wir haben keine Lust mehr, brav zu sein. Weg mit Bachelor-Master in der aktuellen Form! Wir fordern eine grundlegende Neuausrichtung aller Studiengänge.

Wir setzen uns ein für... ... Studienplätze und ein Vollstudium für alle! Akademikerkinder haben eine 6-mal so hohe Chance wie Arbeiterkinder, zu studieren. Beim Masterzugang wird wieder ausgesiebt. Zigtausende werden gezwungen, nach dem Bachelor das Studium abzubrechen, weil sie keinen Masterplatz bekommen oder zu wenig Geld haben. Wir fordern elternunabhängiges BAföG und Masterplätze für alle!

Wir setzen uns ein für...

... mehr Geld für Bildung! Lehre und Forschung sollen eine Einheit bilden und zum gesellschaftlichen Fortschritt beitragen. Deshalb brauchen wir eine komplette Ausfinanzierung aller Bereiche an allen Hochschulen, damit die Forschung von Drittmitteln (bei uns z.B. von RWE und Bayer) unabhängig wird und bessere Arbeitsbedingungen für Studierende wie wissenschaftliche MitarbeiterInnen geschaffen werden können. Wir lehnen die Exzellenzinitiative, welche der Uni-Köln vor einigen Monaten den Elite-Status verliehen hat, ab, weil sie nur ein dutzend Hochschulen fördert. Über 300 Hochschulen in Deutschland gehen leer aus. Selbst innerhalb der „Elite“-Universitäten gehen diese Gelder nur an einzelne, ohnehin drittmittelstarke Forschungsprojekte. In die Lehre fließt kein einziger Euro. An der Universität zu Köln gab es überall Kürzungen, um sich wirtschaftlich auf dieses System einzustellen. So kann Bildung nicht aussehen.

Wir setzen uns ein für...

... bezahlbaren Wohnraum! Die katastrophale Wohnungssituation in Köln ist auch eine Folge der Kürzungspolitik: Bereits vor über 10 Jahren wurde die Förderung von sozialem Wohnraum weiträumig eingestellt. Verdrängungsprozesse betreffen inzwischen nicht nur sozial schwache Bevölkerungsschichten, sondern auch Studierende. Diese Gruppen dürfen sich nicht gegeneinander ausspielen lassen. Die Wohnungsfrage zeigt einmal mehr, dass die Studierenden ihre Probleme nicht vom Rest der Gesellschaft getrennt betrachten können. Zusätzlich zum Studentenwerk muss auch der soziale Wohnungsbau besser finanziert werden; für Lösungen wollen wir sowohl Kommunal- und Landespolitik als auch soziale Bewegungen mit einbeziehen.

Wir setzen uns ein für...

... eine Zivilklausel an der Uni Köln! Die Uni darf kein Ort der Rüstungsforschung sein und das Militär hat an der Uni nichts verloren. Bildung und Forschung sollen nur friedlichen Zwecken dienen. Wir setzen uns zusammen mit anderen Gruppen für die Verankerung einer Zivilklausel, die der Uni die Kooperation mit Militär und Rüstungsunternehmen verbietet, in der Grundordnung der Universität ein. Zwei Drittel der Studierenden haben sich dafür ausgesprochen, die Unileitung ist dagegen, daher ist weiteres Engagement auch hier nötig.

Aktuell arbeitet die NRW-Landesregierung an einer Neufassung des Hochschulgesetzes, von der wir eine Abkehr vom bisherigen, undemokratischen Konzept der unternehmerischen Hochschule erwarten. Doch solche Veränderungen erfordern kontinuierlichen politischen Druck. Wir Studierende müssen uns bewusst sein, dass hinter der aktuellen Ordnung an den Hochschulen wirtschaftliche Kräfte stehen, deren Interessen den unsrigen direkt widersprechen. Um dem etwas entgegenzusetzen, müssen wir selbst aktiv werden - und zwar gemeinsam, solidarisch und organisiert!

Der SDS hat seine AStA-Beteiligung in diesem Jahr deshalb vor allem genutzt, um die Studierenden stärker in hochschul- und gesellschaftspolitische Auseinandersetzungen einzubeziehen. Große Erfolge waren in dieser Hinsicht die Vollversammlungen mit mehreren hundert TeilnehmerInnen, aus denen Arbeitskreise hervorgingen, in denen die Studierenden gemeinsam Ideen für bessere Studienbedingungen entwickeln. Außerdem wirkten wir im AStA im Öffentlichkeitsreferat und im Referat für kritische Wissenschaften maßgeblich an der Ringvorlesung "Alternativen Denken", der Zeitung "Nachdruck" und dem neuen Semesterkalender mit. Wir wollen auch 2013 dafür sorgen, dass der "linke AStA" diese Bezeichnung verdient!

Für die anderen Gremien kandidieren wir auf diesen Listen:

Senat: --- Engere Fakultät Phil: Liste Linker Aktiver (Liste 1) Engere Fakultät WiSo: Kritische Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler_innen & HSG SoWi (Liste 2) Fakultätsvertretung WiSo: Kritische Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler_innen (Liste 3) Gleichstellungsbeirat: Autonome Frauenliste (Liste 1)



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