Die Linke.SDS Köln

"Kapitalismus vs Demokratie"!

Donnerstag 14. Juni 2012 von Genosse Volja

Nach dem 1968-Kongress und dem MCH-Kongress 2008 und 2009 folgt nun an der Universität zu Köln Ende November der dritte große Kongress von Die Linke.SDS: der „Kapitalismus vs. Demokratie“-Kongress.

Die Welt steckt in der Krise. Millionen Menschen verlieren ihre Jobs, gleichzeitig werden soziale Sicherungssysteme immer weiter ausgehöhlt, die verbliebenen Arbeitsstel- len sind von Unsicherheit und hohem Druck geprägt. In allen Ländern der Erde gehen deswegen Menschen auf die Straße und beharren auf ihre demokratischen Rechte. Doch gerade diese sind in Gefahr. Von allen Seiten wird Druck auf die Regierungen in den verschuldeten Ländern aufgebaut. Die Rechte der Menschen sollen abgebaut und so die Wirtschaft für den Weltmarkt optimiert werden. Die Interessen der Bevölkerung fallen dabei hinten runter.

Gewinne privatisieren, Verluste vergesellschaften

Diese Entwicklung ist kein Unfall oder die Schuld von wenigen „unmoralischen“ Spekulanten. Sie ist Teil des Kapitalismus, der in seiner Krisenhaftigkeit immer wieder Spekulationsblasen aufpumpt die dann zum Leiden aller platzen. Der Schaden dieser Blasen wird auf die Bevölkerung abgewälzt während die Gewinne in privater Hand bleiben. Gegen den unweigerlichen Widerstand der Bevölkerung ist oft Gewalt das letzte Mittel. Viele Staaten haben sich in den letzten Jahrzehnten zu Diktaturen entwickelt, viele davon in Nordafrika. Doch im Frühling letzten Jahres wurde die Unzufriedenheit und Angst der Menschen in den unterdrückten Staaten zu Wut und Selbstbewusstsein. Viele autoritäre Regierungen wie in Ägypten wurden gestürzt, viele müssen heute um ihre Macht bangen. Europa im Umbruch

In Europa nimmt Deutschland eine zweifelhafte Rolle ein. Einige Staaten wie Griechen- land stehen im Moment vor schwerwiegenden Fragen, währenddessen wird von der Troika Druck ausgeübt. Als „alternativloser“ Ausweg wir der Abbau des Staates und der Ausverkauf aller sozialer Errungenschaften propagiert. Während die Menschen im- mer weiter eingeschränkt werden, sollen die Kräfte der freien Wirtschaft immer weiter entfesselt werden. Die Griechen wehren sich vehement gegen diese Angriffe, auch die Wahlen zeigen: ein „weiter so!“ ist von der Bevölkerung nicht gewollt. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie sich die Kämpfe in Griechenland entwickeln werden, wie Italien in Zukunft regiert wird und wie sich die Krise auf die EU auswirken wird. Deutlich ist jedoch, dass soziale Bewegungen eine zunehmende Rolle in der Wah- rung der Demokratie und damit in der Zukunft Europas spielen werden.

Let’s talk about democracy!

Auf unserem Kongress „Kapitalismus vs. Demokratie“ wollen wir den vielen offenen Fragen nachgehen, mit renommierten Wissenschaftlern über die Thematik diskutieren und gemeinsam in vielen Workshops über Lösungen und Strategien nachdenken. Wir wollen dabei jedoch nicht allein auf der ökonomischen Ebene verbleiben. Die Kri- senhaftigkeit und Widersprüchlichkeit des Kapitalismus wirkt sich auf viele Lebens- bereiche aus, auch in unserem Kongress soll sich diese vielfältige Problemstellung widerspiegeln. In vielen verschiedenen thematischen Blöcken sollen deswegen Themen wie Bildung, Ökologie, Feminismus und Krieg behandelt werden. In Workshops, Vorträgen und Diskussionen wollen wir uns ein umfassendes Bild verschaffen.


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