Die Linke.SDS Köln

„Occupy“ in Köln am 22.10.2011 - „kalter Wind, aber gute Stimmung“

Sonnabend 22. Oktober 2011 von Genosse Volja

Die Occupy-Bewegung hat Köln beeindruckt. Nachdem letzte Woche bereits ca. 1500 Demonstrant*innen teilgenommen hatten, waren es am heutigen Samstag, den 22.10., ca. 1200. Der SDS Kölle war mit 9 Genoss*innen vertreten.

„Wir sind die 99%“, heißt ein Motto der „Occupy“-Bewegung. Sie richtet sich gegen die einseitige Politik für das restliche Prozentchen an Megareichen bzw. Kapitaleigentümern. Sie ist eine weltweiter Ausdruck der Empörung der Menschen über die Wirtschaftspolitik der führenden Staaten der Welt.

Demokratische Politik muss Politik für die lohnabhängige Mehrheit sein, nicht für Konzerne und Kriege. Das zeigten nun schon das zweite Mal auch die Kölner.

Schüler*innen, Studierende, Arbeitnehmer*innen, Rentner*innen, Arbeitslose und andere Bevölkerungsgruppen nahmen an der Demo teil. Beim Zug der Laufdemo durch das Bankenviertel bis zum Rudolfplatz zeigten sich die Passanten höchst interessiert und aufgeschlossen. Es waren eben nicht nur die üblicherweise verdächtigten Linken oder Autonomen, sondern es ist ein „Aufstand der Anständigen“, die jetzt endlich ihre Empörung öffentlich kundgaben.

Drei Teilnehmer der heutigen Demo drückten ihre Meinung so aus:

„Es war kleiner als erwartet, aber sehr erfreulich, da die Stimmung gut war und wir viele Leute erreichen konnten“, fasst eine Genossin zusammen. „Kalter Wind, aber gute Stimmung“ also.

„Intransparent ist noch immer, wie Entscheidungen hinter den demokratischen Gremien getroffen werden. Transparent geworden ist hingegen der offensichtlich undemokratische Charakter der Bankenrettung und der Politik für die oberen Zehntausend.“, sagt ein Genosse.

Ein anderer Teilnehmer und Doktorand sagt: „Ich bin zufrieden. Das ist der Start einer neuen Bewegung in Köln. Und eine Möglichkeit, den sozialen Protest weiter an die Uni zu tragen.“

Der SDS Kölle wünscht den 99%, dass immer mehr von ihnen ihre Empörung öffentlich machen und die „Occupy“-Bewegung weiter vorantreiben. Denn nur, wenn die Mehrheit ihre eigenen Belange selbst bestimmt, kann wirkliche Demokratie existieren und kann es zum Ende der elitären Wirtschaftspolitik der gegenwärtigen Kapital-Lobbyisten kommen.

Weitere Termine

Am folgenden Sonntag, den 23.10. gibt es übrigens weitere Aktionen in Köln.

Und am Montag, den 24.10. findet um 16 Uhr ein Bildungsstreiktreffen im AStA der Uni zu Köln statt, auf das um 18 Uhr ein spontanes „Occupy University“-Treffen im Philosophikum der Uni, in der“Badewanne“ stattfindet.

Der SDS Kölle nimmt natürlich Teil.

Links

Occupy Cologne Blog

Kölner Stadtanzeiger über die Occupy-Demo am 22.10.2011

Kragora über Occupy Cologne

Die Neue Rheinische Zeitung über Occupy Köln


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