Die Linke.SDS Köln

Kapitalismus vs. Demokratie

Mittwoch 28. November 2012 von Genosse Volja

Wie der Studierendenverband Die Linke.SDS einen großen Kongress über die Ursachen der Krise und über langfristige Perspektiven vorbereitet

Von Sascha Collet

Vom 22. bis zum 24. Juni fand in Jena der 10. Bundeskongress des Studierendenverbandes Die Linke.SDS statt. Auf seinem Jubiläumstreffen diskutierte der Verband über die eigene Struktur und die politische Ausrichtung. Thema war auch wieder der große Kongress »Kapitalismus vs. Demokratie«, der im Dezember dieses Jahres in Köln stattfinden wird.

Die Krise der Finanzwirtschaft zieht immer weitere Kreise und nimmt gleichzeitig immer groteskere Züge an. Die Banken in ganz Europa fordern stetig höhere Ausgleichssummen für verspekulierte Milliarden, gleichzeitig werden im großen Stil Sozialsysteme ausgehungert, um den Kauf von Waffen zu finanzieren. Der Widerstand, der sich gegen diese Ungerechtigkeiten regt, wird je nach politischer Lage niedergeschlagen oder ignoriert. Uneinigkeit besteht indes auf allen Ebenen: über die Ursachen der Krise, über kurzfristige Lösungsstrategien, ebenso über die langfristige Perspektive. Auch die Diskussionen um die Rolle des Staates, die Funktion von Rassismus in der Krise und die Zukunft von Europa stehen immer noch im Raum. Ungeklärte Fragen werden aber nicht besprochen, sondern von der Politik und anderen herrschenden Institutionen stillschweigend beiseite gekehrt, um ihre jeweilige Linie nicht in Frage stellen zu müssen. Wir als Die Linke.SDS sehen das als Problem.

Vom 30. November bis zum 2. Dezember sollen in Köln diese drängenden Fragen besprochen werden. Gemeinsam mit der Partei DIE LINKE und der Linksjugend [’solid] Nordrhein-Westfalen organisieren wir den Kongress »Kapitalismus vs. Demokratie«. Hier werden internationale Gäste gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus den unterstützenden Verbänden und natürlich mit vielen Besucherinnen und Besuchern sich kennenlernen, diskutieren und voneinander lernen. Der Campus der Universität zu Köln soll an diesem Wochenende zum Treffpunkt für Linke und Interessierte aus ganz Deutschland und Europa werden. Auch und insbesondere für DIE LINKE soll das Wochenende ein wichtiger Termin werden. Gerade für uns als progressive kritische Partei ist es bedeutsam, immer im Gespräch zu bleiben, nicht nur untereinander, sondern vor allem mit anderen gesellschaftlichen, linken Aktiven. Es ist wichtig, nicht nur punktuell oder auf organisatorischer Ebene zusammenzuarbeiten, sondern miteinander inhaltlich und politisch zu diskutieren, solidarisch zu streiten oder gemeinsame Positionen zu entwickeln. Nicht zuletzt hierfür wollen wir die Möglichkeit bieten.

An drei Tagen wird ein reichhaltiges Programm sich mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise und den aktuellen Gefahren für die Demokratie weltweit beschäftigen. Themen werden unter anderem sein: die Krise des Kapitalismus, der neue Rechtsextremismus, die Rolle der Staaten in der Ökonomie und die demokratische Bewegung. Von dem Kongress soll ein politisches Signal ausgehen. Neben der Weiterbildung soll hier eine Plattform geboten werden für die Vernetzung und den Austausch verschiedener linker Akteure.

Bewegungsaktivsten sollen mit Parteifunktionären, marxistische Akademiker mit Gewerkschaftsmitgliedern in Kontakt kommen. Wir wollen uns verständigen und neue Wege aus der Krise diskutieren.

Mit diesem Kongress wollen wir klar machen: Wir als Linke werden nicht tatenlos zusehen, wie unsere Wirtschaft, unsere Umwelt und unsere Menschlichkeit mit Füßen getreten werden. Alternativen sind möglich und müssen besprochen werden. Um hierzu einen Beitrag zu leisten, organisieren wir den »Kapitalismus vs. Demokratie«-Kongress.

Erwartet werden bis zu 1.000 Menschen, die sich über das ganze Wochenende in sechs parallel stattfindenden Themenblöcken verschiedenste Workshops, Vorträge und Podiumsdiskussionen zu einem Programm zusammenstellen können. Ein großes Team, das vor allem aus Mitgliedern von Die Linke.SDS besteht, trifft sich regelmäßig, um Ergebnisse aus den einzelnen Arbeitsgruppen (Programm, Mobilisierung, Organisation) zusammenzutragen, grundsätzliche Entscheidungen zu treffen und weitere Schritte zu planen.

Wir versuchen, möglichst viele Genossinnen und Genossen aus dem Verband einzubeziehen, einerseits natürlich, um die Arbeit auf viele Köpfe zu verteilen, andererseits auch, um die vielen Ideen und Ansätze, die in unserem Verband besprochen werden, abbilden zu können. Das ist nicht immer der leichteste Weg, doch es lohnt sich.

Viele Referenten sind eingeladen, ein Programm wird gerade erarbeitet und die Räumlichkeiten werden organisiert. Außerdem gibt es bereits Plakate, Faltblätter und Aufkleber zum Kongress auf unserer Homepage zu erwerben. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich auf unserer Homepage informieren oder sich auf derselben Seite in den Newsletter von Die Linke.SDS eintragen.

www.kapitalismusvsdemokratie.de

www.linke-sds.org/die_linkesds

Sascha Collet ist Bundesgeschäftsführer des Studierendenverbandes.


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